Kinder verstehen – Familien begleiten – therapeutische Prozesse wirksam gestalten
Kinder mit Regulationsschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen, Entwicklungsauffälligkeiten oder herausforderndem Verhalten bringen Therapeuten häufig an Grenzen, wenn klassische ergotherapeutische Interventionen allein nicht ausreichen. Hinter Verweigerung, Unruhe, Rückzug, Aggression oder starker Anpassung stehen oft überforderte Nervensysteme, belastende Beziehungserfahrungen oder familiäre Dynamiken, die den Therapieprozess wesentlich beeinflussen.
Diese Fortbildung vermittelt Ergotherapeut:innen einen praxisnahen Ansatz, um Kinder und ihre Familien sicher, wirksam und beziehungsorientiert zu begleiten. Durch die Verbindung aus ergotherapeutischen Verfahren, traumasensiblem Arbeiten und systemischer Elternarbeit lernen die Teilnehmenden, Verhalten differenziert zu verstehen, Co-Regulation gezielt einzusetzen und therapeutische Prozesse nachhaltiger zu gestalten.
Im Mittelpunkt stehen die therapeutische Beziehung, die Arbeit mit dem Nervensystem sowie eine ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Eltern. Die Inhalte unterstützen dabei, Therapieangebote individueller anzupassen, Eskalationen zu reduzieren, Eltern konstruktiver einzubinden und auch in komplexen Familiensituationen professionell handlungsfähig zu bleiben.
Die Fortbildung verbindet neurobiologisches Wissen, körperorientierte Regulation, systemische Gesprächsführung und ergotherapeutische Praxis zu einem ganzheitlichen Konzept für den modernen pädiatrischen Therapiealltag.
Die Fortbildung verbindet:
- ergotherapeutische Verfahren in der Pädiatrie
- traumasensibles Arbeiten
- systemische Gesprächsführung
- Elterncoaching
- Regulations- und Körperarbeit
- ressourcenorientierte Begleitung von Familien
Ziel ist es, Kinder nicht nur symptomorientiert zu behandeln, sondern Verhalten, Entwicklungsbesonderheiten und familiäre Dynamiken ganzheitlich zu verstehen und therapeutisch sicher darauf zu reagieren.
Die Teilnehmenden lernen:
- traumabedingte Stressreaktionen bei Kindern zu erkennen
- herausforderndes Verhalten neurobiologisch einzuordnen
- Sicherheit und Co-Regulation therapeutisch aufzubauen
- Eltern ressourcenorientiert zu begleiten
- systemische Fragetechniken anzuwenden
- dysregulierte Kinder therapeutisch zu stabilisieren
- Grenzen zwischen Therapie, Beratung und Coaching professionell zu halten
- ergotherapeutische Interventionen traumasensibel anzupassen
- Elternarbeit weniger konfliktgeladen und wirksamer zu gestalten
- eigene therapeutische Haltung zu reflektieren
Themen des Kurses:
Grundlagen traumasensibler Ergotherapie – Verhalten verstehen:
- Neurobiologie von Stress und Trauma
- Nervensystem & Co-Regulation
- Bindung und Entwicklung
- Sicherheit als therapeutische Grundlage
Traumasensibles Arbeiten in der Pädiatrie – Therapie neu denken:
- Auswirkungen von Stress auf unterschiedliche Körpersysteme
- Traumasensible Befundung
- Gestaltung der Therapieräume
- Grenzen klassischer Verstärkersysteme
- Umgang mit Verhaltensweisen
Systemische Elternarbeit – Mit Eltern arbeiten statt gegen Widerstände:
- Eltern unter Stress verstehen
- Familiendynamiken erkennen
- ressourcenorientierte Gesprächsführung
- Grenzen und Verantwortung
- Psychoedukation ohne Belehrung
Therapeutische Haltung und Selbstfürsorge – Stabil bleiben im therapeutischen Alltag:
- Resonanz und Gegenübertragung
- Umgang mit Belastung
- therapeutische Grenzen
- Mitgefühl ohne Retterrolle
| Kursnummer: | S-TRA-27-01 |
| Leitung: | Berit Kramer | Ergotherapeutin, Systemischer Coach, Kinder- und Jugendcoach, Trauma-Yoga-Therapeutin, Yogalehrerin |
| Kursgebühr: | 590,00 € |
| Beginn: | 25.03.2027 |
| Ende: | 28.03.2027 |
| Kurszeiten: | Do. 25.03. - Sa. 27.03. jeweils von 09:00 bis 16:30 Uhr So. 28.03. von 09:00 bis 14:30 Uhr |
| Kursort: | Daimlerstraße 71, 70372 Stuttgart |
| Zielgruppe: | Ergotherapeuten |
| Fortbildungspunkte: | 30 |
| Status: | |
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