Das Gehirn generiert bei chronischen Schmerzen ein psycho-emotionales Gefühl, obwohl keine akute Gefahr für Körperstrukturen besteht. Im Gegensatz hierzu stellt akuter Schmerz ein natürliches Warnsystem da, das dazu dient Körperstrukturen vor einer drohenden Verletzung zu schützen.
Erfahrungen führen im zentralen Nervensystem zu langfristigen Veränderungen und begünstigen hierdurch Lernprozesse. Während der Heilungsphasen ist es vorteilhaft verletzte und nun regenerierende Körperstrukturen zu schonen.
Nach Abschluss der Heilung hingegen sind Erfahrungen nötig um zu lernen Schutzmechanismen nicht weiter nutzen zu müssen. Bleiben diese nämlich länger als für den Heilungsprozess erforderlich ist bestehen, können langfristig andere Folgeschäden auftreten.
Themen des Kurses:
Tests zur Differenzierung der kontraktilen und nicht-kontraktilen Strukturen
Befund und Behandlung des vegetativen Nervensystems
Neurophysiologische Mechanismen
Mechanismen der physiologischen Wundheilung
Ausdauertraining und Ernährungsprinzipien
Therapeuten lernen:
Die Ursachen von Schutzmechanismen zu verstehen
Die Bedeutung des vegetativen Nervensystems im Wundheilungsprozess
Kommunikationsstrategien anzuwenden die dem Umgang mit Schmerzen erleichtern sollen
Therapiestrategien anhand der individuellen pathophysiologischen Vorgängen zu entwickeln
Das Seminar findet als Präsenzseminar statt und wird parallel als Live Online-Seminar auf dem ACADIA eCampus übertragen (Hybrid-Seminar).