Der Vagusnerv ist aus verschiedenen Gründen der bedeutendste Nerv des Parasympathikus. Wenn er nicht funktioniert, ist Heilung entscheidend gestört.
Er spielt nicht nur hinsichtlich der körperlichen Ebene und Homöostase eine wichtige Rolle, sondern ist auch im Hinblick auf unsere sozialen Handlungsweisen, unser Erleben und in der zwischenmenschlichen Kommunikation sehr wichtig. Ebenso bedeutsam ist er in der Verarbeitung von Stressgeschehen.
In der Praxis wird erarbeitet, wie wir mit Hilfe der Erkenntnisse der Polyvagal-Theorie im Therapiesetting etwas für eine Stärkung des Vagus tun können.
Hier steht im Vordergrund, wie wir unsere Patienten sensibilisieren können, ihren aktuellen Erregungszustand zu erkennen und dahingehend zu beeinflussen, dass sie sich besser regulieren (beruhigen) können.
Es werden manuelle Techniken vermittelt, die den Vagus in seinen Funktionsfähigkeiten unterstützen. Wir arbeiten mit den myelinisierten Nerven des „Vagus-Quintetts“ und dem unmyelinisierten Teil des Viszerums.
Des Weiteren wird ein Eigen-Übungsprogramm für Patienten erklärt und geübt, um den Vagus zu stärken.
Themen des Kurses:
Stress und seine Facetten
Anatomie, Physiologie des autonomen Nervensystems
Physiologie und Behandlungsgrundsätze von Nervenstrukturen
Spezielle Bedeutung des Vagus und seiner verschiedenen Anteile
Das Wechselspiel zwischen körperlichem Geschehen und psychischem Erleben auf der Grundlage unserer Biologie
Rolle des Vagus und das Thema Sicherheit im Kontext von Heilung und sozialem interagieren